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Haartransplantation Skandal & Pfusch in Zürich: Angeklagte Krankenschwestern bestreiten Vorwürfe

Andreas Krämer Hair4life

ÜBER DEN AUTOR

ANDREAS KRÄMER

Betroffener von Haarausfall, Fachberater seit 2004, Co-Autor vom Buch „Haartransplantation Ratgeber“ der Alliance4Hair, Gründer von Propatient mit Rechtsanwalt Chr. Bomke, Mitgründer vom HTTC-Trainingscenter für Ärzte. Bekannt aus SWR, SAT 1, ZDF, Spiegel u.v.a. Mehr erfahren
Haartransplantation Zürich Skandal und Pfusch

Der Fall einer Zürcher Klinik: Unbewilligte Assistentinnen wegen Betrug und Körperverletzung durch eine Haartransplantation angeklagt

Der Gerichtsprozess in Zürich wegen einer unqualifizierten Haartransplantation und Pfusch, die in einer Klinik in einer der teuersten und exklusivsten Einkaufsstraßen in der Innenstadt von Zürich durchgeführt wurde, begann am Montag, dem 19. Juni 2023.

Dieser beunruhigende Fall wirft ein Licht auf die Schattenseiten des steigenden Trends, dass immer mehr Klinikketten, sowohl in der Schweiz als auch in Ländern wie Deutschland, Operationen von nichtärztlichem Personal durchführen lassen, manchmal sogar von Assistenten, die aus dem Ausland eingeflogen werden. Die angeklagten Krankenschwestern weisen jegliche Schuld von sich und behaupten, unwissend in die Kontroverse hineingezogen worden zu sein.

Die Polizei hatte die Frauen während einer Haartransplantation in der Klinik in Zürich festgenommen, bei der nach den gesetzlichen Vorschriften wenigstens ein Arzt zugegen sein muss. In der Schweiz und in vielen anderen Ländern ebenso kann und darf eine Haartransplantation nur von einem qualifizierten Arzt oder zumindest unter dessen direkter „Aufsicht“ durchgeführt werden. 

Die Beschuldigten, zwei ausländische Krankenschwestern, geben jedoch an, sie haben lediglich Anweisungen befolgt und waren ihrerseits Opfer der Umstände. Lesen Sie dazu auch den Bericht auf blick.ch: Pfusch bei Haartransplantationen: Beschuldigte Krankenschwestern weisen Vorwürfe zurück.

Übrigens endet die Story der beiden Frauen nicht in Zürich. Denn die jüngere der zwei Krankenschwestern gab an, dass sie auch bei einer Reihe anderer Haartransplantationen in Appenzell (Schweiz) beteiligt gewesen sei. In all den Fällen handelte es sich zwar um eine unterstützende Tätigkeit für eine Ärztin, aber dennoch stellt ihre Arbeit ohne entsprechende Genehmigung einen Gesetzesverstoß dar.

Update vom 19. Juni 2023 Abend Quelle Toponline.ch

Im jüngsten Urteil des Bezirksgerichts Zürich wurden die beiden türkischen Krankenschwestern vom Vorwurf des Betrugs freigesprochen, jedoch wegen einfacher Körperverletzung und mehrfacher Arbeit ohne Bewilligung für schuldig befunden. Sie wurden zu bedingten Freiheitsstrafen von 8,5 bzw. 8 Monaten verurteilt.

Der Richter stellte fest, dass es unklar sei, ob die Krankenschwestern als Ärzte präsentiert worden waren oder ob sie diese Vorstellung mitgeteilt oder verstanden hätten. Jedoch wurde klar festgestellt, dass der Patient nicht zugestimmt hatte, dass die Transplantation ohne ärztliche Aufsicht durchgeführt wurde und die Krankenschwestern nicht sichergestellt hatten, dass ein Arzt anwesend war.

Darüber hinaus wurden die beiden Krankenschwestern wegen eines Verstoßes gegen das Heilmittelgesetz verurteilt. Die Urteile können noch beim Zürcher Obergericht angefochten werden.

Die Rolle von Qualifikation und Erfahrung

Dieser Vorfall unterstreicht die potenziellen Gefahren und Risiken, die mit Haartransplantationen einhergehen, insbesondere wenn diese von unqualifizierten oder unerfahrenen Personen durchgeführt werden. Allerdings ist zu erwähnen, dass auch Assistenten, die über eine entsprechende Ausbildung und ausreichend Erfahrung verfügen, durchaus in der Lage sind, Schritte der Operation zuverlässig durchzuführen. Qualität und Sicherheit hängen nicht allein von der Position des Durchführenden ab, sondern vielmehr von dessen Fachkenntnissen und Praxiserfahrung.

Haartransplantation Ausbildung: Keine universitäre Ausbildung in Zürich und weltweit

Es ist wichtig zu betonen, dass die spezifische Fähigkeit, Haare zu transplantieren, derzeit in keiner Universitätsausbildung gelehrt wird. Das gilt nicht nur für Deutschland, Zürich und die Schweiz, sondern auch für andere Orte weltweit. Weder in der Fortbildung zum plastischen Chirurg, noch in Fortbildungen zu anderen Themen wird dieses spezielle Fachwissen vermittelt. Deshalb kann selbst ein Facharzttitel allein noch nicht ausreichendes Know-how und Erfahrung im Hinblick auf Eigenhaartransplantation garantieren.

Die Wahl des richtigen Anbieters in Zürich und weltweit

Die Auswahl eines geeigneten Anbieters bzw. Haarchirurgen ist von größter Bedeutung, sowohl in Zürich als auch weltweit, um das Risiko zu minimieren. Die Ausbildung, Qualifikationen, Erfahrungen und außerordentlichen Fähigkeiten eines Arztes, ebenso wie die der in den Prozess involvierten Assistenten, sind entscheidend für das Gelingen der Haartransplantation. Es ist unerlässlich, sich in Zürich und anderswo über die Erfahrung und das Know-how aller an der Operation beteiligten Personen zu informieren. Es wird empfohlen, sich für einen renommierten, spezialisierten Haarchirurgen mit nachgewiesenen Erfolgen und einem kompetenten Team zu entscheiden. Unabhängig davon, ob Sie sich in Zürich oder einem anderen Teil der Welt befinden, können Sie sich darauf verlassen, dass Sie in guten Händen sind, wenn Sie sich sorgfältig für Ihren Anbieter entscheiden.

Risiken bei einer Haarverpflanzung

Behandlungsfehler, wie sie in der besagten Klinik in Zürich vorgekommen sind, können schwerwiegende Folgen haben, von unschönen Narben, unnatürlich wirkenden Haarlinien bis hin zu einer schlechten Anwuchsrate und ausgenommenen Haarkränzen. Bei der Auswahl einer Haarverpflanzung Klinik sollten daher Transparenz und direkter Kontakt zum behandelnden Arzt und seinem Team vor, während und nach der Behandlung gewährleistet sein.

Lektionen aus dem Fall aus Zürich: Weckruf für Patienten

Der Vorfall in der Zürcher Klinik sollte ein Weckruf für alle sein, die eine Haarverpflanzung in Betracht ziehen, insbesondere für Patienten in Zürich und in der gesamten Schweiz. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Patienten ihre Rechte und die zu erwartenden Standards kennen. Patienten sollten aktiv hinterfragen, wer genau ihre Operation durchführt und welche Erfahrung und Kenntnisse diese Person hat. Es ist nicht nur wichtig, wer die Operation durchführt, sondern auch, wer die wesentlichen Operationsschritte ausführt.

In Anbetracht der jüngsten Geschehnisse in Zürich wäre es wünschenswert, dass das Gesundheitssystem nicht nur in der Schweiz, sondern auch in anderen Ländern wie Deutschland, strengere Kontrollen einführt. Es sollte sichergestellt werden, dass nur registrierte, qualifizierte und erfahrene Ärzte in Zusammenarbeit mit ausschließlich qualifizierten und erfahrenen Assistenten solche Eingriffe durchführen dürfen. Dieser Vorfall unterstreicht die Bedeutung einer gründlichen Recherche und sorgfältigen Auswahl des Anbieters für solche medizinischen Eingriffe.

Eine Haartransplantation ist kein einfacher kosmetischer Eingriff. Sie ist eine komplexe Operation, die ein hohes Maß an Fachwissen und Erfahrung erfordert. Eine unsachgemäß durchgeführte Haarverpflanzung kann nicht nur das Aussehen, sondern auch das Selbstwertgefühl und das allgemeine Wohlbefinden eines Patienten nachhaltig beeinträchtigen. Daher ist bei der Suche nach geeigneten Haartransplantation Kliniken und Ärzten größte Sorgfalt und Gründlichkeit geboten.

Letzte Aktualisierung am 27. Juli 2023 von Andreas Kraemer und Hairforlife Experten-Redaktion